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In diesem Artikel polemisierten wir gegen die pro-imperialistische
Kriegstreiberei der "Marxistischen Kritik". Diese hatte nicht nur den imperialistischen
Eroberungskrieg gegen Afghanistan als antifaschistischen Befreiungskrieg
gerechtfertigt. Darüber hinaus war der ehemals trotzkistischen SWP der
USA vorgeworfen worden, während des 2. Weltkrieges Stellung gegen die
Anti-Hitler-Koalition bezogen zu haben. In diesem Zusammenhang begrüßten
wir die "...revolutionäre proletarische Militärpolitik, die eine
solide militärische Ausbildung des Proletariats unter Arbeiterkontrolle
forderte...".
Wahr ist, dass diese Politik in Wirklichkeit nicht revolutionär sondern
reformistisch war. Der Kern der Proletarischen Militärpolitik war nämlich
die Forderung nach Gewerkschaftskontrolle über die Ausbildung der Wehrpflichtigen
der US-Armee. Es gibt aber genauso wenig eine Arbeiterkontrolle einer bürgerlichen
Armee, wie die Arbeiterklasse einfach den bürgerlichen Staat übernehmen
kann. Das marxistische Verständnis ist, dass die Arbeiterklasse die
Organe der bürgerlichen Herrschaft, also auch die Armee, zerschlagen
muss, um den Weg zur sozialistischen Revolution zu ebnen.
Wahr ist aber auch, dass diese Politik nie in die Tat umgesetzt wurde, weil
die damals noch revolutionäre SWP ihren Fehler in der Praxis wieder
wett machte, mit diesen sozialpatriotischen Gelüsten brach und sich
gegenüber der eigenen Bourgeoisie defätistisch verhielt.
Imperialistische Armeen dienen imperialistischen Zielen. Daher ist es eine
Illusion, zu glauben eine bürgerliche Armee unter Arbeiterkontrolle
könne die Interessen der Arbeiterklasse verwirklichen. Man kann die
Armee nicht kontrollieren sondern nur "zersetzen". Revolutionäre bauen
dazu unter den Wehrpflichtigen als Arbeitern in Uniform Zellen auf, um ihre
revolutionäre Propaganda zu verbreiten, den Widerstand zu organisieren
und im Kriegsfall die Armee anhand der Klassenlinie zu spalten und die Waffen
gegen die eigene Bourgeoisie zu richten, anstatt die imperialistischen Gelüste
der Bourgeoisie wahrzunehmen. In diesem Rahmen ergänzt die revolutionäre
Arbeit in der Armee die generelle Arbeiterbewaffnung.
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